Projektverlauf

Der Start des Projekts in den Pflegeeinrichtungen hängt davon ab, welcher Implementierungsgruppe eine Einrichtung zugeordnet ist. Vorgesehen sind zwei Implementierungsgruppen mit Teilnehmenden aus jeweils ca. 20 Einrichtungen. Die erste Gruppe startet im Oktober 2020, die zweite Gruppe im Juli 2021.

Unabhängig vom Zeitpunkt des Beginns starten wir das Projekt mit einem Treffen aller Vertreterinnen und Vertreter der Einrichtungen innerhalb einer Implementierungsgruppe. Diese Veranstaltung dient als Kick-off für die anschließende Implementierungsphase.
Ziel des Kick-offs ist es, sowohl für das Thema Gewalt zu sensibilisieren als auch Probleme und mögliche Lösungsansätze für konkrete Präventionsmaßnahmen zu erörtern.

Im weiteren Projektverlauf besuchen die Coaches und Fachtrainer die Einrichtungen, um die gewählten Präventionsmaßnahmen zu implementieren und zu verstetigen. Für diese Phase der Implementierung sind neun Monate vorgesehen.
Innerhalb dieses Zeitraumes sind zwei weitere Treffen von Vertretern und Vertreterinnen der Einrichtungen in Regionalgruppen mit sechs bis sieben Einrichtungen geplant. Diese Treffen ermöglichen es den Teilnehmenden, sich mit Kollegen anderer Einrichtungen auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und voneinander zu profitieren. Die Implementierungsphase schließt mit einer weiteren Veranstaltung aller Einrichtungen innerhalb einer Gruppe ab.

Nach der Implementierung erfolgt die Verstetigung. Auch für diese Phase sind neun Monate vorgesehen. Begleitete Verstetigung bedeutet, dass die Einrichtungen ihre zuvor implementierten Maßnahmen gemeinsam mit ihrem Einrichtungscoach langfristig in die Organisations- und Unternehmenskultur überführen.
Ausschließlich für die erste Implementierungsgruppe ist im Anschluss daran noch die Phase der unbegleiteten Verstetigung vorgesehen. In dieser Phase arbeiten die Einrichtungen ohne Einrichtungscoach weiter an der Verstetigung der Präventionsmaßnahmen.

Im Projektverlauf sind insgesamt vier Erhebungen vorgesehen, die elektronisch durchgeführt werden und an denen sich jede/r Mitarbeitende anonymisiert beteiligen soll, der im direkten Kontakt zu Bewohnerinnen und Bewohnern arbeitet. Die Erhebungen sollen gewaltgeneigte Handlungen und Situationen erfassen, die für Mitarbeitende oder Bewohnerinnen und Bewohner als belastend empfunden wurden. Rückschlüsse auf einzelne Einrichtungen oder auf Mitarbeitende sind dabei ausgeschlossen.

Das Ziel der Erhebung ist es, festzustellen, ob mit Hilfe der Präventionsmaßnahmen ein Rückgang solcher Handlungen zu beobachten ist.